Frangipani und Gewächshausfreunde - bitte ein wenig Geduld bis der Plumeriashop geladen ist...



Pflanzenportrait Adenium

 

Adenium gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaneae) zu denen auch die Plumeria (Frangipani) und der Oleander (Nerium) gehört.

Der Pflanzensaft ist, wie auch schon vom Oleander bekannt, ebenfalls giftig, was bei der Anwesenheit von Kindern oder Haustieren sowie beim Umgang mit den Pflanzen beachtet werden sollte.

Adenium wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Wüstenrose bezeichnet. Mit der stark verdickten Stammbasis, welche Caudex genannt wird, wird die Pflanze zu einer Besonderheit die sich kein Exotenfreund entgehen lassen sollte. Im Handel werden öfter auf Oleander veredelte Exemplare angeboten die aber durch den fehlenden Caudex bei weitem nicht so schön sind.
Der Caudex dient zur Wasserspeicherung und soll der Pflanze in Trockenperioden das Überleben gewährleisten. Wüstenrosen sind ausschließlich für die Gewächshaus- und Zimmerkultur geeignet. Im Sommer kann die Wüstenrose aber auch als Kübelpflanze an einem warmen geschützten Platz im Freien gehalten werden.

Die bizarre Wüstenrose gehört leider noch zu den Seltenheiten auf unseren Fensterbänken wird aber immer populärer. In den asiatischen Ländern werden sogar Ausstellungen organisiert, bei denen dann die schönsten Exemplare prämiert werden. Die Sorten Adenium arabicum und Adenium socotranum  sind ideal, um durch Beschnitt in eine Bonsaiform gebracht zu werden.

Adenium obesum entwickelt nicht so einen starken Caudex, wie die zuvor genannten Sorten, besticht aber durch seine Vielfalt an Blütenfärbungen. Die Grundfarbe der Wüstenrose ist pink. Es entstehen durch Züchtung jedoch immer neue Varianten. Farben von reinweiß bis zu sehr dunklem rot sind möglich. Neueste Züchtungen bringen sogar gelbe bzw. violette Blütenkelche hervor.


Adenium stammt aus den Steppengebieten Afrikas und dem Süden Arabiens. Wüstenrosen sind ideale Zimmerpflanzen. Sie können auch im Winter ohne Bedenken über der Heizung stehen. Die Blütezeit beginnt im Frühjahr und kann bei guten Bedingungen die ganze Sommersaison andauern.

Die Blätter sind dunkelgrün und lederartig. Die Wüstenrose ist immergrün und gehört zu den sukkulenten Pflanzen. Bei kühler Überwinterung ( 10-18 °C  ), setzt bei den Pflanzen eine Ruhephase ein, die mit teilweisem oder komplettem Blattverlust verbunden sein kann. Auf keinen Fall muss man in diesem Fall beunruhigt sein, da das ein normaler Vorgang ist. Bei ein paar Arten (A. arabicum A. socotranum) ist es sogar vorteilhaft, da die Pflanzen in der darauf folgenden Saison dann mit mehr Blütenfülle reagieren. In der Ruhephase sollte kaum bzw. nur sehr wenig gegossen werden, da die Pflanzen auf zu viel Feuchtigkeit, schnell mit Fäulnis reagieren.

Die Wassergaben sollten dann erst wieder im Frühjahr erhöht werden wenn man deutliche Anzeichen von neuem Wachstum erkennt. Das ist das Zeichen dafür, dass die Wüstenrose aus Ihrer Winterruhe (Dormanz) erwacht ist.
Bei Wüstenrosen, die über längere Zeit zu trocken stehen, wird der Caudex weich und signalisiert so, dass gegossen werden muss. Besser ist es aber wenn man es nicht so weit kommen lässt.

Der Standort der Wüstenrose sollte sonnig sein
. Pralle Sonne verträgt die Pflanze gut. Eine Raumtemperatur von 20 - 25°C oder mehr ist für einen kräftigen Wuchs notwendig.
Umgetopft wird bei Bedarf im Frühjahr oder Spätsommer vor der Ruhezeit.
Als Substrat sollte eine sehr wasserdurchlässige Mischung verwendet werden, da Staunässe auf jeden Fall vermieden werden muss. Ich mische für Adenium 40% Anzucht- oder handelsübliche Kakteenerde  mit 30% Kokoschips (0,5-1cm) und 30 % Ökostrat ( Blähtonbruch 2-4mm). Man erhält dann eine sehr durchlässige Erde, die Staunässe praktisch nicht zulässt. Bei diesem Gemisch muss in den Sommermonaten recht häufig gegossen werden (alle 3-4 Tage). Man kann dadurch aber eine gleichmäßige Nährstoffversorgung gewährleisten, wenn man bei jedem Gießen in sehr schwacher Konzentration düngt (1/4 -1/2 der empfohlenen wöchentlichen Dosis)
Ansonsten erfolgt die Düngung von Mai bis August alle 14 Tage mit einem Volldünger.
Sehr empfehlenswert ist ein Dünger mit ausgewogenen Bestandteilen z.B. NPK (20:20:20)
Als einfachste Variante kann man aber im Frühjahr einen Langzeitdünger in das Pflanzsubstrat mischen welcher dann 4-6 Monate lang gleichmäßig die Nährstoffe abgibt.
Im Sommer wird die Wüstenrose mäßig feucht, im Winter trockener gehalten. Auf jeden Fall sollte vor jeder weiteren Wassergabe die Substratoberfläche immer gut abtrocknen. 
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Wenn diese kleine Beschreibung Ihr Interesse geweckt hat und Sie kannten diese Pflanzen bisher nicht schauen Sie sich doch im Shop einmal um.
Sie können selbst eigene Wüstenrosen aus Samen ziehen. Dafür halten wir für sie verschiedene Samenvarianten bereit.
Vom Exotenversand werden auch verschiedene Züchtungen der Wüstenrose angeboten. Die selbstgezogenen Jungpflanzen stammen hauptsächlich aus Samen von „handbestäubten“ Adenien, um viele Eigenschaften der Mutterpflanze zu erhalten. Jedoch wird die Blüte selten identisch mit jener der Mutterpflanze sein. Das passiert in den seltensten Fällen. Man kann sich aber auf neue Variationen freuen.
Die veredelten Adenium obesum Exemplare wurden auch auf einen Adenium-Caudex gesetzt und nicht wie im Handel oft angeboten auf Oleander veredelt. Die bei frisch veredelten Exemplaren manchmal nicht so attraktiv wirkende Veredelungsstelle verwächst mit der Zeit und ist irgendwann nicht mehr zu erkennen. Der Vorteil einer veredelten Pflanze ist, dass man ganz sicher die Blüten der Mutterpflanze erhält und so auch eine namenhafte Sorte sein Eigentum nennen kann wie es ja z.B.bei Rosenzüchtungen auch üblich ist.
Zu den teuersten und unter Bonsaizüchtern beliebtesten Arten gehören Adenium arabicum und Adenium socotranum. Letztere Art ist nur auf der Insel Socotra heimisch und besticht durch einen besonders dicken Caudex. Jedoch wächst A. socotranum sehr langsam, dass man viele Jahre braucht um eine große Pflanze zu erhalten.
Aber auch Adenium swazicum, A. boehmianum und A. somalense sind von Zeit zu Zeit erhältlich. Diese Arten bis auf A somalense sind auch noch selten in größeren Adenium Gärtnereien zu finden und werden daher nur vereinzelt beim Exotenversand auftauchen.

  Eine sehr gute Infoseite mit den häufigsten Antworten zur Adeniumpflege und - aufzucht finden Sie hier im green-24 Forum.



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